Märchen

Die Hexe Mirabella hat einen sehr schrägen Sinn für Humor und alle leiden unter ihren derben Streichen. Da fasst sich die kluge Maus Anna ein Herz und bringt ein ungeheures Opfer. Wie sie zwischen Elfen, Zwergen, Tieren und der Hexe vermittelt, großes Leid erduldet und am Ende doch ihren verdienten Lohn bekommt, das erzählt dieses magische Märchen. Irgendwo aus der Mitte eine

 

Leseprobe:

 

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Schließlich atmete sie tief durch und richtete sich auf, soweit das in der fest zupackenden Hand der Hexe überhaupt möglich war. Verzweifelt suchte sie nach den passenden Worten, aber leider war ihr kleines Mäuseköpfchen durch den Schreck wie leergefegt.


„Ich komme im Auftrag der Tiere, Zwerge und Elfen zu dir...“, begann sie schließlich.


„Und der Dryaden und der Sylphen!“, hauchte es im Wind.

 

Anna räusperte sich unwillig, so eine Ablenkung konnte sie jetzt wirklich nicht brauchen. Aber die Baumgeister waren noch nicht fertig. „Und der Undinen und ...“


„Pssst! Ruhe jetzt!“, bat Anna und versuchte sich zu konzentrieren. „Hör mir bitte nur kurz zu, liebe Hexe, ...“ Aber wieder kam sie nicht weiter.


„Was?“, rief die Hexe theatralisch. „Ich soll dir zuhören? Wer hat mir denn zugehört? Ich gebe mir die ganze Zeit solche Mühe euch zum Lachen zu bringen, aber ihr ignoriert mich einfach!” Zwei dicke Tränen kullerten ihre rosigen Wangen herab und sie schielte zu der Maus hinunter, ob sie das auch sicher bemerkt hatte.


„Aber warum bist du dann hier geblieben, wenn dich das alles so traurig macht?“ fragte die Maus leise.


„Ach, was soll ich sagen...“, klagte Mirabella. „Ich bin auf der Suche nach einer neuen Heimat so lange durch diese Welt geirrt und nirgends hat es mir gefallen. Und dann finde ich eines Tages diesen wunderschönen großen Wald mit so viel Platz für alle! Und jetzt bin ich so entsetzlich traurig, weil mich hier niemand will!“


Anna nickte verständnisvoll, denn sie hatte ein wirklich gutes Herz.


„Aber das Allerschlimmste ist, dass absolut niemand meinen wunderbaren Humor versteht!“, schluchzte Mirabella und bekam sogar Schluckauf vor lauter Kummer.


„Ach, du Arme.“, tröstete Anna die Hexe.

 

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Kinderbuch

In unserer Welt ist Lilly nur eine ganz normale graue Katze, aber jede Nacht herrscht sie als absolute Monarchin Lilliana die I. über das Tal der wilden Katzen und erlebt zusammen mit ihrem Hofstaat, vielen Elfen, Mäusen, Ratten und einem sehr geduldigen Hund aufregende Abenteuer. Zu Beginn erklärt sie dem Hund, wie sie sich eine gelungene Menschenerziehung vorstellt. Daraus diese

 

Leseprobe:

 

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„Das Geheimnis meiner Erziehung“, erklärte sie Sam. „besteht darin, sie sofort mit ausgefahrenen Krallen und kleinen Bissen zu bestrafen, wenn sie nachlässig wird und mir nicht mehr ihre volle Aufmerksamkeit widmet.“


„Komisch.“, brummte Sam. „Worauf du so Wert legst.“


„Natürlich lege ich darauf Wert, schließlich bin ich ja eine wirkliche Katze!“, schnaubte Lilly und fuhr dann fort den Hund zu belehren. „Außerdem habe ich mir ein paar Stellen an meinem Körper ausgedacht, die niemals jemand berühren darf. Zuwiderhandlungen werden sofort mit vehementem Kratzen und Fauchen bestraft.“


„Aha.“, schnaufte Sam, um sein Lachen zu verbergen. „Toll. Und wo wäre das dann ungefähr?“


„Ungefähr?“, wiederholte Lilly empört. „Das kann ich dir ganz genau sagen, du dummer Hund! Beide Hinterbeine und mein weiches Bäuchlein sind tabu!“


„Wo bleibt denn da der Spaß?“, fragte Sam verblüfft. „Bäuchlein kraulen ist doch super!“


„Du bist auch super!“, stöhnte Lilly genervt und wandte sich ab. Mit einem Hund konnte man einfach nicht über Niveau diskutieren.

 

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Neugierig geworden? Das freut mich!

 

Die Bücher aus der Edition Pips sind im Shop der ArtGallery erhältlich:

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